Feedback, Kritik & Rezensionen

 

 

 

«Matthias Bertschinger setzt im vorliegenden Werk da an, wo andere aufhören. Seine fundamentale Kritik am modernen Rechtsverständnis basiert auf der Überzeugung, dass in der modernen Rechtstheorie und ganz allgemein in der heutigen Soziokultur Grundlegendes von dem, was den Menschen letztlich ausmacht, verdrängt wird. […] Doch gelingt es dem Autor, verschiedenartige Perspektiven dank einer starken Syntheseleistung und mithilfe kreativer Sprachbilder zu einem neuartigen, umfassenden Konzept zusammenzutragen. […] Die Weite des Ansatzes ist auch dadurch mitbedingt, dass der Autor als Jurist eine Öffnung für das Rechtsverständnis wünscht, die sich nur transdisziplinär einfordern lässt. So erhofft er sich von psychoanalytischen und existenzialen Einsichten für das Rechtsverständnis eine Erweiterung, ja eine Umkehr und Trendwende, die erkennt, dass die Verletzung von Menschenrechten auch eine Selbstverletzung des Täters bedingt. In der psychoanalytischen Fundierung der Rechtstheorie sieht Bertschinger Potenzial für die Offenheit der Gesellschaft. Die offene Gesellschaft setzt das Individuum aus und treibt es dadurch, ohne es zu wollen, in die haltgebenden Strukturen des Autoritarismus. Erst wenn man den Schwierigkeiten ins Auge blickt, die eine offene Gesellschaft hat, könne man nach Wegen suchen, die eine Gesellschaft offener machen. Dafür müsse das rechtstheoretische Denken selbst psychoanalytisch werden.»

Prof. Dr. med. Daniel Hell (Das ganze Geleitwort von Daniel Hell finden Sie in der Leseprobe des Verlags.)

 

«Es scheint mir deshalb sehr angebracht, Abwehrprozesse auch in (rechts-)wissenschaftlichen Bereichen so ernst zu nehmen, wie es Matthias Bertschinger empfiehlt.»

Ders., ebd.

 

«Unter dem Titel ‘Freiheit und Krisis’ legt der Jurist Matthias Bertschinger eine ‘Psychoanalyse des Autoritarismus und psychoanalytische Rechtsanthropologie’ vor. Das rund 550-seitige, Ende 2019 im Schwabe Verlag erschienene Werk darf als Zwischenbilanz einer langjährigen interdisziplinären Beschäftigung des politisch höchst aufmerksamen und engagierten Autors mit den Ursachen und Ausprägungen von Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Anfechtung politischer und individueller Freiheit gewürdigt werden.»

Dr. iur. Ulrich E. Gut, Präsident des Vereins Unser Recht am 30.12.2019. Ulrich Gut war einer der ersten Personen, die auf die Gefahr der sogenannten Durchsetzungsinitiative aufmerksam gemacht hatten, und trat damit eine Lawine des Widerstands los. Er hat auch mich mobilisiert (siehe bspw. diesen ZEIT-Artikel hier). Ein launisch geschriebenes NZZ-Portrait über diesen engagierten und freiheitsliebenden Mitbürger finden Sie hier. Zur Durchsetzungsinitiative siehe hier (Wikipedia) mit Verweis auf meinen Beitrag hier.

 

«Matthias Bertschinger zeigt im vorliegenden Werk sehr konzis und überzeugend, dass mit zunehmender Freiheit ab einem gewissen Punkt auch die Regression droht. Wie das Recht auf dieses Dilemma im Sinne der Freiheit reagieren könnte, ist bisher meines Wissens noch nirgends so ernsthaft und stringent erwogen worden.»

Dr. med. Michael Bertschinger am 27.12.2019

 

«Es macht mich unendlich stolz, ein (kleiner) Teil dieses wegweisenden, bahnbrechenden Projekts zu sein!»

Lektorin Dr. Ursula Ganz-Blättler am 22.12.2019

 

«Bertschinger zeigt in seinem Strukturmodell der Psyche, wie Philosophie, Psychoanalyse und eben auch Theologie miteinander verbunden sind.»

Gaby Walther, Ursachen von Rassismus, Wochenblatt für das Schwarzbubenland und Laufental, 04.12.2019

 

«Dein Buch, Matthias, versöhnt mich so langsam mit dem damaligen Entschluss, Jura zu studieren. Es ist eine Wucht! Ich lese es deshalb sehr langsam, wohldosiert, kritisch und sorgfältig. Nochmals herzlichen Dank und hoffentlich eine zahlreiche Leserschaft.»

Peter K. am 22.01.2020 (fb-Kommentar)

 

«Haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis auf dieses grossartige Werk. Ich konnte nur ein Blick ins Inhaltsverzeichnis werfen, bin aber schon jetzt ausserordentlich begeistert von den Verknüpfungen, die Sie herstellen. Wir werden das Werk bestellen und zugänglich machen; ich kann es selbst kaum erwarten, hinein zu lesen.»

A. D., 21.01.2020

 

«Nach kurzem Sondieren in den Unterlagen auf der Homepage zum Buch muss ich sagen: monumental und höchst interessant. Die Stossrichtung scheint mir sehr plausibel.»

A. T.-Z. am 04.01.2020

 

«Das Problem ist natürlich auch, dass vieles, worauf Dein Denken aufbaut, aus dem aktuellen Diskurs der Intellektuellen verschwunden ist resp. kaum bis gar nicht mehr am und in dessen Horizont auftaucht oder auftauchen darf…»

R. S. am 27.01.2020 zur Verständlichkeit und zum «Mitteilungsproblem der Philosophie» (Jaspers)

 

«Es ist grossartig geschrieben und hat mich rasch auf seinen rhythmischen Wellen fortgetragen. Ich las es wie einen Roman.»

Herbert Exner am 10.02.2020

 

«Ihr Buch ist tatsächlich nicht besonders leicht zu lesen - ein wohl hartes, aber eben auch außergewöhnlich nahr- und schmackhaftes Brot, wenn man lange genug daran kaut. Die Aussagen sind jedenfalls von seltener Tiefe: "Jedem Autoritarismus geht es um die Illusion einer Verfügbarkeit des sterblichen Seins" (S. 115) - hervorragend! Ich lese mit Genuss und Gewinn darin, bisher im Übrigen nicht linear, was ja aber seinem (Ihrem dortigen) "kreisenden Denken" (S. 31) vielleicht nicht ungemäß ist.»

N. D. am 16.08.2021

 

Zitation in:
Nils Dorenbeck, Freiheit als Unfreiheit der Anderen. Anmerkungen zu einer totalitären Umdeutung von Meinungsfreiheit, in: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur, 16. Jahrgang, 2020, Heft 02/03, S. 149-155 (online abrufbar).

Feedbacks zu Entwürfen und Vorentwürfen

 

«Ich finde Ihr (Buch-)Projekt als ein ehrgeiziges gleichsam kühn konzipiertes Unternehmen, die Grundlagenkategorien der Alten Welt in die Moderne herüberzuretten. Allein in großartig tradierten Dreiheitsschemas zu denken, verkündet heroische Wahrheitsgehalte. Derart wird das angestrebte Unterfangen zu einem gewaltigen Panorama im Gestus einer analytischen Erinnerungsspur – eine Groß-Erzählung, die den Anwärtern der resignierten Diskurse der Postmoderne die Botschaft übermittelt: der Blick auf das Ganze ist doch möglich.»

H. A. am 05.09.2018

 

«Deine Amalgamierung von Theoriebausteinen ist wirklich einzigartig und führt zu spannendsten Erkenntnissen. Aber ich denke, sie überfordert tatsächlich viele.»

Th. D. am 17.02.2018

 

«Die kompakte Zusammenfassung, die Du hier öffentlich gemacht hast, weist auf einen Durchbruch hin – für mich beispielsweise zur Erkenntnis, dass das Menschenfeindliche systemisch ist. Natürlich habe ich solcherlei immer wieder angedacht, weil darüber gelesen beispielsweise. Aber es nie derart klar formuliert vorgefunden.»

Alois-Karl Hürlimann (selig) am 04.01.2018

 

«Eine universitär verankerte Verbindung von Rechtstheorie und Psychoanalyse kenne ich auch in Deutschland nicht. In Deutschland sind mit Haffke, Böllinger, Streng, Jerouschek und mir aus den Kriminalwissenschaften die letzten mir bekannten Verbinder und Brückenbauer in den Ruhestand gewechselt, und was Rechtstheorie und -philosophie oder auch Staatsrecht angeht, kenne ich noch weniger. Ihren Ausgangspunkt, in der Fremden-, Schwachen- und Intellektuellen-Feindlichkeit viel Abwehr zu erkennen oder besser zu vermuten, und auch den Ansatz, im Recht einen Übergang zu einem respektvollen und, um mit Rosa zu sprechen, „resonanten“ Umgang mit Fremden zu finden oder, auch im eigenen Interesse der „Selbstheilung“, angeraten zu bekommen, [finde ich] überzeugend.»

D. F. am 05.12.2017

 

«Aus der Arbeit im Rahmen der DI ist mir ein Satz von Ihnen geblieben, nämlich die Aussage, man müsse klar machen, dass die Grundrechte nicht nur Schranken, sondern der eigentliche Legitimationsgrund der Demokratie seien. Das fand ich so klar und überzeugend. Auch in ihrem Aufsatz zur Anzeigepflicht finde ich einen ganz klaren Ansatz: Wie kann man auf einen vermuteten Täter auf Augenhöhe eingehen, also ohne patriarchale oder distanzierende Haltung. Ich denke, allein aus dieser Situation, wie sie für alle Rechtsanwendung immer wieder typisch ist, sei es in der Sozialhilfe, im Asylwesen, im Polizeiwesen, in der Strafuntersuchung, im Befund über umstrittene IV- Fälle (Paradebeispiel: somatoforme Schmerzstörungen) ist diese menschliche Kontaktsuche für die Frage der Gerechtigkeit elementar und darf nicht durch prozessuale Eigenständigkeiten zerstört oder verunmöglicht werden. […] Was immer Sie tun werden, wird der riesige philosophisch-anthropologische Schatz, den Sie sich angeeignet haben, in Ihrem weiteren Arbeiten reiche Früchte tragen.»

J. P. M. am 16.10.2017

 

«Ihr Text zur Existenzialen Konfliktanalyse ist ein beeindruckender Text. Er enthält eine Vielfalt an wichtigen Ausführungen zu diesem Themenkomplex, wobei das besondere Profil in der multidisziplinären Herangehensweise liegt, die einen Schwerpunkt in der existentiell-psychoanalytischen Sondierung der Grundlagen des Politischen hat und auch die Berührung mit fundamentalphilosophischen Fragen und Texten nicht scheut. Man spürt, dass Sie die Arbeit an diesem weiten Thema bewegt, dessen eindringliche Bearbeitung intellektuell lohnend ist.»

E. A. am 27.09.2017

 

«[D]as Manuskript war etwas umfangreich – und nicht ganz einfach zu lesen. Und es ist unendlich gelehrt. […] Wenn aus diesem Manuskript ein Buch gemacht wird, wäre es eine sehr reiche und tiefe Reflexion auf das, was wir meinen zu wissen – oder eben nicht. Und es wäre sicher wert, gelesen zu werden. (Ob es dann jemand liest, ist eine andere Frage.)»

Ch. B. am 28.07.2017

 

«Bei Bertschinger geht es zentral um einen bewussten Umgang mit der psychologischen und ethischen Bedingtheit demokratischer Partizipation, und um eine reflektierte Auseinandersetzung mit rechtspopulistischer Aggression.»

U. G. am 03.07.2017

 

«Etwas Vergleichbares habe ich noch nie gesehen.»

R. S. M. am 24.06.2017

 

«Da ist eine dichte Fülle an philosophischen Überlegungen vorhanden, die eine Publikation sehr lohnenswert erscheinen lassen. […]. Der Stil deines Textes entspricht tatsächlich einer Suhrkamp-Publikation.»

Ph. W. am 29.06.2017.

 

«Wie viele Dissertationen hast du hier in dieser einen vereinigt?»

I. D. am 23.06.2017

 

«Dein Buch geht mir nicht aus dem Kopf, d.h. die Bruchstücke, die ich daraus gelesen habe. Dein Hintergrundspektrum von Philosophiegeschichte von den Griechen bis zur Neuzeit ist geradezu unheimlich.»

L. R. am 24.06.2017

 

Ich kann nicht viel zu Ihrer Arbeit sagen. Sie ist durch und durch eklektizistisch. Aber so eine Aussage konnte man ja von einem Systemtheoretiker erwarten.

P. F. am 24.06.2017

 

«Ich habe […] versucht, diagonal die ersten Seiten zu lesen. Das ist schlicht unmöglich, da die Lektüre dieser Arbeit höchste Konzentration und ein sehr gutes interdisziplinäres Verständnis voraussetzt.»

E. G. am 05.07.2017

 

«Damals haben sein jusletter-Artikel und ein paar konkrete Fallbeispiele, die ich beigesteuert habe, bei einigen Medien so eine Art Wake-Up-Call ausgelöst. […] Seine Arbeit wird aber bei weitem nicht nur juristischer Natur sein, sondern wird auch psychologische, philosophische und viele weitere Aspekte dieses Themas umfassen. Wie gesagt: schon fast ein Universalwerk eines Universalgelehrten.»

P. H. am 19.03.2017

 

«Aber vor allem Ihre psychoanalytischen Weiterführungen und die damit verbundenen praktischen, moralischen und rechtlichen Ansätze haben ein sehr gutes systematisches Potential. So auch Ihre Habermas-Kritik. Sie haben völlig recht: die Existenziale Analyse kann und muss weitergeführt werden.»

Th. R. am 23.08.2016

 

«Psychische Phänomene oder gar psychische Erklärungsansätze würde ich fast ganz weglassen. Den psychischen Ursachen von Diskriminierung können sich, wenn überhaupt, höchstens experimentell arbeitende Psychologen, also Empiriker oder Statistiker, annähern und nicht Philosophen, die letztlich nur anekdotisch darüber theoretisieren.»

Prof. iur. XY am 13.06.2016

 

«Meine Reaktion nach dem ersten Lesen: Faszination und Betroffenheit. […] Betroffenheit, weil ich Deinen Text BRANDaktuell finde […]»

E. S. am 26.05.2016

 

«Es ist eine geradezu gewaltige und wichtige Aufgabe, die du hier vornimmst. […] Es scheint mir […], du verknüpfst Stränge, die zusammengehören und bist dabei, eine neue Gesellschaftstheorie zu entwickeln. Wahre Interdisziplinarität! Grossartig.»

Ch. H. am 25.05.2016

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